Viele Materialien auf einem Flohmarkt

 

 Aufgenommen in Veere/Niederlande

Wolfram - geschätzt auch für Dartpfeile

Schwer, schwerer, Wolfram – nur wenige Materialien sind robuster als das Metall. Deswegen ist es bestens für Dartpfeile geeignet. Mit einer Dichte von 19,25 g/cm³ gehört Wolfram zu den gewichtigsten Elementen. Der deutsche Name ist vom „Wolfrahm“ abgeleitet, was bedeutete, dass es wie der Wolf im Schmelzofen das begehrte Zinn raubte. Ungewöhnlich ist sein deutscher Name anders als im Englischen, wo Wolfram „Tungsten“ heißt. Dieser Name leitet sich aus dem Schwedischen ab (tung sten=schwerer Stein). 

CBN - like a diamond

Die aufgelöteten Schneidenecken der dargestellten Wendeschneidplatte sind aus CBN, dem heute zweithärtesten – nach dem Diamanten – Material. Die Abkürzung bedeutet Cubic Boron Nitrid – kubisches Bornitrid. Das Material wurde im Jahre 1969 von der Firma General Electric unter dem Namen „Borazon“ auf den Markt gebracht. Sein Preis überstieg damals den Goldpreis. Die kommerzielle Produktion von CBN hat sich erst seit den frühen 1990er Jahren etabliert. Nicht nur wegen der Härte ist CBN dem Diamanten ähnlich.

Titannitrid - goldfarben und sehr hart

Sind die Ösen der abgebildeten Nähnadeln vergoldet? Nein, die schöne goldene Farbe verleiht ihnen eine Beschichtung aus Titannitrid. Die Farbe ist jedoch unwichtig. Wichtig ist die hohe Härte und damit verbundene gute Verschleißbeständigkeit. Diese Eigenschaften sind entscheidend, wenn wir bedenken, dass durch jede Öse immer wieder Fäden gezogen werden. Auch bei vielen Werkzeugen und anderen Produkten spielen diese Eigenschaften eine wichtige Rolle. Dort findet das Titannitrid seine Anwendung.

Iridium - von Asteroiden gebracht

Die Spitze der Schreibfeder ist aus Iridium, einem seltenen und teurem Edelmetall. Interessanterweise hat das Metall in der Geologie eine besondere Bekanntheit gewonnen. Auf der Erde findet man oft eine dünne etwa 65 Millionen Jahre alte Sedimentschicht, in der Iridium in verhältnismäßig hoher Konzentration vorkommt. Und das Iridium gilt als wichtiges Indiz für einen großen Asteroideneinschlag. Dieser soll nach überwiegender wissenschaftlicher Meinung das Aussterben von Dinosaurier verursacht haben.

Baryt, auch Schwerspat genannt

Diese weißrötlichen hahnenkammartigen Kristalle bestehen aus Baryt.

     
Die beiden Namen verdankt das verbreitete Mineral seiner hohen Dichte von etwa 4,5 g/cm³, die auch sein Erkennungsmerkmal ist. Dazu verrät der deutsche Name, dass es sich gut spalten lässt.
Baryt ist ein Industriemineral und wird hauptsächlich für die Beschwerung der Spülung bei Erdöl-Bohrungen benötigt. Aber auch als Baustoff für Kernreaktoren in Form von Barytbeton oder für Keramik und Glas sowie als Füllmaterial bei Kunststoffen und Papier findet es Anwendung.
Chemisch gesehen ist Baryt ein Sulfat von Barium, dem 14.-häufigsten Element in der Erdkruste. Voraussetzung für die Baryt-Bildung ist es allerdings, dass Barium aus den Primärmineralen freigesetzt wird und dann mit Sulfat führenden Wassern unter oxidierenden Bedingungen zusammentrifft.

Diamanten für Ziehsteine

Rohdiamanten sehen erstaunlich unauffällig aus. Aus diesen kleinen Stücken können aber funkelnde Brillanten geschliffen werden.

     
Die kostbaren Edelsteine sind auch für die Technik sehr wichtig. Dann werden jedoch keine Rohdiamanten verwendet sondern sogenannte Polykristallin-Diamanten, die industriell gefertigt werden und dadurch kostengünstiger sind. Sie besitzen aber auch die sehr hohe Härte der Naturdiamanten. Ein gutes Anwendungsbeispiel für Diamanten stellen Ziehsteine dar, mithilfe deren verschiedene Drähte sowie Heizelemente aus Nickellegierungen und hochlegierten Sonderstählen gezogen werden. Ohne Diamanten wäre die Drahtfertigung aus diesen Materialien praktisch unmöglich. Ein Ziehstein besteht aus einem harten, gelochten Diamant-Kern und einer Stahl-Ummantelung. Ein solcher Stein schafft es, viele Kilometer Draht zu ziehen. Diamanten sind nicht nur „the girls best friends“.