Schmieden eines Glockenklöppels - passend zu kalten Wintertagen

 

 Aufgenommen in einer Schmiede in Karlsruhe

Linoleum - altbekannt und biobasiert

Der schwarze Belag auf dem abgebildeten Schreibtisch besteht aus Linoleum. Rohstoffe fürs Linoleum, die fast alle erneuerbar sind, liefern Pflanzen, Bäume und Mineralien. Damit ist Linoleum ein echtes Naturprodukt, das sich noch dazu als besonders langlebig, robust, zeitlos und recycelbar erweist. In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Ressourcenknappheit sind solche Eigenschaften von großer Bedeutung. Und Linoleum blickt bereits auf eine mehr als 100 jährige Tradition zurück.

Glaskeramik - perfekt für Kochfelder

Erst seit etwa 50 Jahren finden sich in unseren Küchen solche glänzenden und pflegeleichten Kochfelder. Sie sind aus Glaskeramik, aus einem interessanten Material, das weder eine typische Keramik noch ein gewöhnliches Glas ist. Wohl am meisten ist es unter dem Namen „Ceran“ bekannt. Das ist jedoch ein Markenname und wird nur von einem Hersteller (Schott) verwendet. Warum ist die Glaskeramik so gut für Kochfelder geeignet?

Titannitrid - goldfarben und sehr hart

Sind die Ösen der abgebildeten Nähnadeln vergoldet? Nein, die schöne goldene Farbe verleiht ihnen eine Beschichtung aus Titannitrid. Die Farbe ist jedoch unwichtig. Wichtig ist die hohe Härte und damit verbundene gute Verschleißbeständigkeit. Diese Eigenschaften sind entscheidend, wenn wir bedenken, dass durch jede Öse immer wieder Fäden gezogen werden. Auch bei vielen Werkzeugen und anderen Produkten spielen diese Eigenschaften eine wichtige Rolle. Dort findet das Titannitrid seine Anwendung.

Polyurethane - vielseitig und unsichtbar

Diese drei Produkte – ein Haushaltschwamm, eine Stangendichtung und ein Gürtel – sind so unterschiedlich und haben doch etwas Gemeinsames. Sie sind aus Polyurethanen hergestellt. Am meisten werden Polyurethane als Schäume verwendet und dann sind sie für uns unsichtbar. Wenn Sie auf einer Matratze liegen, dann liegen Sie meist auf einem Polyurethan, allerdings oft unwissend. Man könnte noch viele weitere Anwendungsbeispiele von diesen vielseitigen und ziemlich unbekannten Materialien auflisten.

Baryt, auch Schwerspat genannt

Diese weißrötlichen hahnenkammartigen Kristalle bestehen aus Baryt.

      
Seine beiden Namen verdankt das verbreitete Mineral seiner hohen Dichte von etwa 4,5 g/cm³, die auch sein Erkennungsmerkmal ist. Dazu verrät der deutsche Name, dass es sich gut spalten lässt.
Baryt ist ein Industriemineral und wird hauptsächlich für die Beschwerung der Spülung bei Erdöl-Bohrungen benötigt. Aber auch als Baustoff für Kernreaktoren in Form von Barytbeton oder für Keramik und Glas sowie als Füllmaterial bei Kunststoffen und Papier findet es Anwendung.
Chemisch gesehen ist Baryt ein Sulfat von Barium, dem 14.-häufigsten Element in der Erdkruste. Voraussetzung für die Baryt-Bildung ist es allerdings, dass Barium aus den Primärmineralen freigesetzt wird und dann mit Sulfat führenden Wassern unter oxidierenden Bedingungen zusammentrifft.

Murano-Glas wie ein Gemälde

Das Bild zeigt jedoch kein Gemälde sondern das Innere eines Murano-Glases.

       
Schöne Farben, glitzernde Partikel – das sind einige Merkmale der berühmten Glassorte. Sie gehört zu den exklusivsten Erzeugnissen des Kunsthandwerks. Das Murano-Glas kommt, wie sein Name schon zeigt, von der Insel Murano unweit von Venedig entfernt. Die Konzentration der Herstellung auf Murano ermöglichte die stetige Verfeinerung der Rezepturen und Techniken. Zur Herstellung von Glas verwendet man Quarzsand, Kalk, Soda, Pottasche, Feldspat und Tonerde. Dazu kommen farbgebende Metalloxide und auch Silber oder Gold. Sämtliche Inhaltsstoffe müssen präzise komponiert werden, um optimale Schmelzeigenschaften und die besondere Farbgebung zu erzielen. Seine faszinierende Geschichte und Herstellung machen Murano-Glas seit Jahrhunderten zur Legende.