Viele Materialien in einer Puppenküche

 

Aufgenommen im Puppenmuseum in Nordrach/Baden-Württemberg

Titanzink - vorteilhaft für Dächer

Das Dach der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ist ein schönes Anwendungsbeispiel für Titanzink. Seinem Namen zuwider ist das Titanzink keine Legierung von Titan sondern eine Zinklegierung mit nur sehr geringen Mengen von Titan. Es ist eine speziell für das Bauwesen entwickelte Legierung. Sie besitzt die günstigen Korrosionseigenschaften des Zinks, lässt sich gut weichlöten und hat eine wesentlich höhere Dauerstandfestigkeit als unlegiertes Zink. Zudem ist Titanzink komplett recycelbar.

Vinyl-Schallplatte ist wieder im Trend

Ein nostalgisches Foto: eine schwarze Scheibe auf einem Plattenspieler. Es ist doch schon lange her? Eigentlich es stimmt auch. Und doch die beiden Gegenstände wurden erst vor ein paar Monaten gekauft. Die heutige, moderne Schallplatte wird aus einem herkömmlichen Kunststoff dem Polyvinylchlorid PVC hergestellt. Früher haben wir jedoch viele verschiedene Materialien verwendet.

Glaskeramik - perfekt für Kochfelder

Erst seit etwa 50 Jahren finden sich in unseren Küchen solche glänzenden und pflegeleichten Kochfelder. Sie sind aus Glaskeramik, aus einem interessanten Material, das weder eine typische Keramik noch ein gewöhnliches Glas ist. Wohl am meisten ist es unter dem Namen „Ceran“ bekannt. Das ist jedoch ein Markenname und wird nur von einem Hersteller (Schott) verwendet. Warum ist die Glaskeramik so gut für Kochfelder geeignet?

Nicht immer Alu-Felgen

Die abgebildete Autofelge ist nicht aus Aluminium gefertigt. Es ist eine sogenannte Hybrid-Felge, aus einer Magnesiumlegierung und aus dem Faserverbundwerkstoff CFK, der auch Carbon genannt wird. Wie die bei Autofans seit langem geliebte Alu-Felge gehört sie zu den Leichtbaufelgen. Die Alu-Felgen beherrschen heute den Markt trotzdem, dass sie technisch gesehen nicht die besten sind. Aber sie sind schön und deutlich billiger als die Hybrid-Felgen. 

Zweimal Gips

In einer Alabasterschale liegt eine Wüstenrose. Beide sehen unterschiedlich aus und doch stellen sie zwei der Erscheinungsformen eines einzigen Minerals dar, des bekannten Gipses.

       
Alabaster ist eine kompakte, feinkörnige, meist durchscheinende Gipsart. Insbesondere im Kunsthandwerk wird Alabaster sehr geschätzt. Als Wüstenrose bezeichnet man rosettenförmige Aggregate gerundeter Gipskristallen. Sie bilden sich in Wüsten und schließen während des Wachstums Sandkörner ein. Wüstenrosen werden von Sammlern gesucht. Chemisch gesehen ist Gips wasserhaltiges Calciumsulfat und weit verbreitet. Als Referenzmineral definiert er die niedrige Härte 2 in der Härteskala nach Mohs. Schon seit vielen Jahrhunderten lässt sich Gips aus der Bauindustrie nicht mehr wegzudenken. Er findet auch andere Anwendungen beispielsweise als berühmtes Gipsbein bei Knochenbrüchen.

Speckstein leicht zu bearbeiten

Das abgebildete Untersetzer-Set stammt aus Brasilien und ist aus Speckstein angefertigt. Auch die berühmte Christusstaute in Rio de Janeiro ist aus diesem Gestein. 

                   Speckstein ist ganz dichter Talk und hat seinen Namen deshalb erhalten, weil er sich fettig oder speckig anfühlt. Er kommt natürlich vor. In vielen Lagerstätten treten begleitende Minerale wie z. B. Magnesit hinzu und haben so eine farbgebende und strukturprägende Wirkung. In diesem Fall spricht man von einem Gestein. Speckstein hat eine geringe Härte (Mohshärte = 1) und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit war bereits im Alten Orient beliebter Naturstein, der überwiegend zu Skulpturen und verschiedenen Gegenständen verarbeitet wurde. Es ist auch heute so geblieben.