Der Ostsee und der Korrosion ausgesetzt

 

Aufgenommen in Sopot/Polen

Messing ist hygienisch

In Zeiten von Corona-Pandemie sprechen wir viel über Hygiene-Maßnahmen. Dann sollen wir an Kupferwerkstoffe denken. Sie haben eine starke antimikrobielle Wirkung. So wirkt auch die dargestellte Klinke aus Messing, die das Risiko von Infektionen beim Anfassen signifikant reduziert. Einsatz antimikrobieller Materialien (sog. bottom-up Wirkung), zu denen auch korrosionsbeständige Stähle gehören, ist insbesondere in Krankenhäusern in Ergänzung zu stringenter Handhygiene von erheblicher Bedeutung.

Glaskeramik - perfekt für Kochfelder

Erst seit etwa 50 Jahren finden sich in unseren Küchen solche glänzenden und pflegeleichten Kochfelder. Sie sind aus Glaskeramik, aus einem interessanten Material, das weder eine typische Keramik noch ein gewöhnliches Glas ist. Wohl am meisten ist es unter dem Namen „Ceran“ bekannt. Das ist jedoch ein Markenname und wird nur von einem Hersteller (Schott) verwendet. Warum ist die Glaskeramik so gut für Kochfelder geeignet?

Nicht immer Alu-Felgen

Die abgebildete Autofelge ist nicht aus Aluminium gefertigt. Es ist eine sogenannte Hybrid-Felge, aus einer Magnesiumlegierung und aus dem Faserverbundwerkstoff CFK, der auch Carbon genannt wird. Wie die bei Autofans seit langem geliebte Alu-Felge gehört sie zu den Leichtbaufelgen. Die Alu-Felgen beherrschen heute den Markt trotzdem, dass sie technisch gesehen nicht die besten sind. Aber sie sind schön und deutlich billiger als die Hybrid-Felgen. 

Polyurethane - vielseitig und unsichtbar

Diese drei Produkte – ein Haushaltschwamm, eine Stangendichtung und ein Gürtel – sind so unterschiedlich und haben doch etwas Gemeinsames. Sie sind aus Polyurethanen hergestellt. Am meisten werden Polyurethane als Schäume verwendet und dann sind sie für uns unsichtbar. Wenn Sie auf einer Matratze liegen, dann liegen Sie meist auf einem Polyurethan, allerdings oft unwissend. Man könnte noch viele weitere Anwendungsbeispiele von diesen vielseitigen und ziemlich unbekannten Materialien auflisten.

Zweimal Gips

In einer Alabasterschale liegt eine Wüstenrose. Beide sehen unterschiedlich aus und doch stellen sie zwei der Erscheinungsformen eines einzigen Minerals dar, des bekannten Gipses.

       
Alabaster ist eine kompakte, feinkörnige, meist durchscheinende Gipsart. Insbesondere im Kunsthandwerk wird Alabaster sehr geschätzt. Als Wüstenrose bezeichnet man rosettenförmige Aggregate gerundeter Gipskristallen. Sie bilden sich in Wüsten und schließen während des Wachstums Sandkörner ein. Wüstenrosen werden von Sammlern gesucht. Chemisch gesehen ist Gips wasserhaltiges Calciumsulfat und weit verbreitet. Als Referenzmineral definiert er die niedrige Härte 2 in der Härteskala nach Mohs. Schon seit vielen Jahrhunderten lässt sich Gips aus der Bauindustrie nicht mehr wegzudenken. Er findet auch andere Anwendungen beispielsweise als berühmtes Gipsbein bei Knochenbrüchen.

Speckstein leicht zu bearbeiten

Das abgebildete Untersetzer-Set stammt aus Brasilien und ist aus Speckstein angefertigt. Auch die berühmte Christusstaute in Rio de Janeiro ist aus diesem Gestein. 

                   Speckstein ist ganz dichter Talk und hat seinen Namen deshalb erhalten, weil er sich fettig oder speckig anfühlt. Er kommt natürlich vor. In vielen Lagerstätten treten begleitende Minerale wie z. B. Magnesit hinzu und haben so eine farbgebende und strukturprägende Wirkung. In diesem Fall spricht man von einem Gestein. Speckstein hat eine geringe Härte (Mohshärte = 1) und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit war bereits im Alten Orient beliebter Naturstein, der überwiegend zu Skulpturen und verschiedenen Gegenständen verarbeitet wurde. Es ist auch heute so geblieben.