Einteilung von Kunststoffen

Kunststoffe sind meist Stoffgemische, die aus einem Polymer und verschiedenen Zusatzstoffen bestehen. Das Polymer entscheidet ausschlaggebend über die Eigenschaften des Kunststoffes. Polymere sind organische, d. h. auf der Basis von Kohlenstoff (ggf. auch von Silizium) aufgebaute Makromoleküle, die aus Nichtmetallen wie Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff sowie Schwefel und den Halogenen bestehen.

Strukturell gesehen werden Polymere in folgende drei Gruppen eingeteilt:

  • Thermoplaste mit fadenförmigen Makromolekülen,
  • Duroplaste mit engmaschig vernetzten Makromolekülen,
  • Elastomere mit weitmaschig vernetzten Makromolekülen.

Thermoplaste sind die eigentlichen Kunststoffe. Zur Verfügung stehen sehr viele Arten und Sorten von Thermoplasten, die nach Marktanteilen und Eigenschaften (Abb. 1) in Massenkunststoffe, technische Kunststoffe und Hochleistungskunststoffe eingeteilt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 Abb. 1: Einteilung von Thermoplasten nach Marktanteilen

Hinter einer chemischen Art steht oft eine ganze Werkstoffgruppe mit verschiedenen Sorten, die durch Unterschiede im Herstellprozess oder durch bestimmte Zusatzstoffe entstehen.

Aus jedem Thermoplast ist auch grundsätzlich die Herstellung von Schaumstoff möglich. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften können Schaumkunststoffe einer eigenen Gruppe zugeordnet werden.

Duroplaste spielen als eigenständige Polymere kaum eine Rolle mehr, dafür aber eine große Rolle als Matrixstoffe bei Verbundwerkstoffen (Composites).

Die Elastomere bilden eine selbstständig gewordene Werkstoffgruppe, die als Gummiwerkstoffe bezeichnet wird.