Alu-Figuren beim Einkaufsbummel

 

Aufgenommen in Bad Ragaz/Schweiz

Stahlspäne - ein wichtiger Rohstoff

Späne? Es ist doch ein wertloser Abfall, denken Sie möglicherweise. Technologisch gesehen sind solche Metallspäne tatsächlich ein häufiges Abfallprodukt. Und trotzdem stellen sie einen Sekundärrohstoff von erheblichem Wert dar. Stahlspäne werden zum sogenannten Neuschrott gezählt und gehören heute zu wichtigen Ressourcen der metallerzeugenden Industrie. Um wiederverwertet zu werden, müssen Stahlspäne jedoch eine homogene Zusammensetzung sowie eine einheitliche Größe haben.

Vinyl-Schallplatte ist wieder im Trend

Ein nostalgisches Foto: eine schwarze Scheibe auf einem Plattenspieler. Es ist doch schon lange her? Eigentlich es stimmt auch. Und doch die beiden Gegenstände wurden erst vor ein paar Monaten gekauft. Die heutige, moderne Schallplatte wird aus einem herkömmlichen Kunststoff dem Polyvinylchlorid PVC hergestellt. Früher haben wir jedoch viele verschiedene Materialien verwendet.

Titanzink - vorteilhaft für Dächer

Das Dach der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ist ein schönes Anwendungsbeispiel für Titanzink. Seinem Namen zuwider ist das Titanzink keine Legierung von Titan sondern eine Zinklegierung mit nur sehr geringen Mengen von Titan. Es ist eine speziell für das Bauwesen entwickelte Legierung. Sie besitzt die günstigen Korrosionseigenschaften des Zinks, lässt sich gut weichlöten und hat eine wesentlich höhere Dauerstandfestigkeit als unlegiertes Zink. Zudem ist Titanzink komplett recycelbar.

Nylon - für verschiedene Fälle

Das Material namens „Nylon“ verbinden wir gewöhnlich mit Damenstrümpfen. Nylon ist jedoch der Handelsname einer Sorte von Polyamiden. Und Polyamide sind eine große und wichtige Gruppe von Kunststoffen. Im Jahre 1958 fertigt Artur Fischer aus Nylon Hülsen, die sich durch eingedrehte Schrauben fest in Bohrlöchern verankern. So kam der seit Jahrzehnten weltweit erfolgreichste Dübel auf den Markt. Übrigens hat Nylon bei Damenstrümpfen ebenfalls eine große Kariere gemacht.

Schneckenhaus aus Schichtverbund

Das Schneckenhaus schützt das Tier vor Angreifern und Verletzungen und besteht aus einem besonderen Material.

     
Die Schale ist aus drei Schichten aufgebaut und damit stellt sie aus der Sicht der Werkstoffkunde einen Schichtverbund dar. Die beiden äußeren Schichten bestehen aus Aragonit einer Art von Calciumcarbonat (Kalk) mit einem rhombischen Kristallgitter. Aragonit ist härter als das typische Kalk-Mineral Calcit, das ein trigonales Gitter hat. Die dritte Schicht besteht aus dem Protein Conchiolin. Die Schale ist immer spiralförmig aufgebaut, in den meisten Fällen weist sie eine rechtsgedrehte, wie auch in der Abbildung zu sehen ist, Windung auf. Die Schale kann von heranwachsenden Schnecken erneuert werden. Das können Schichtverbunde die wir verwenden leider nicht.

Speckstein leicht zu bearbeiten

Das abgebildete Untersetzer-Set stammt aus Brasilien und ist aus Speckstein angefertigt. 

     

Auch die berühmte Christusstaute in Rio de Janeiro ist aus diesem Gestein. Speckstein ist ganz dichter Talk und hat seinen Namen deshalb erhalten, weil er sich fettig oder speckig anfühlt. Er kommt natürlich vor. In vielen Lagerstätten treten begleitende Minerale wie z. B. Magnesit hinzu und haben so eine farbgebende und strukturprägende Wirkung. In diesem Fall spricht man von einem Gestein. Speckstein hat eine geringe Härte (Mohshärte = 1) und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit war bereits im Alten Orient beliebter Naturstein, der überwiegend zu Skulpturen und verschiedenen Gegenständen verarbeitet wurde. Es ist auch heute so geblieben.