Kurzzeichen von Kunststoffen

Die Homopolymere und chemisch modifizierte, polymere Naturstoffe werden mithilfe von genormten Kurzzeichen gekennzeichnet, die aus Kennbuchstaben der chemischen Namen der Polymere gebildet werden.
In Verbindung mit dem Kurzzeichen des Basispolymeren können wesentliche Eigenschaften mit Buchstaben gekennzeichnet werden, die dem Kurzzeichen mit Bindestrich nachgestellt werden. Beispiel: „PE-LD“ für Polyethylen niedriger Dichte.

Die Bezeichnung eines Zusatzstoffes wird dem Kurzzeichen des Basispolymeren mit Bindestrich nachgestellt. Es gibt genormte Kennbuchstaben und Kennziffern für Art, Form bzw. Struktur der Füll- und Verstärkungsstoffe. Beispiel: „POM-GB30“ für Polyoxymethylen mit 30 % Glaskugeln.

Bei Copolymeren werden die Kurzzeichen aus den Angaben der monomeren Komponenten von links nach rechts meist in der Reihenfolge abnehmender Massenanteile aufgebaut.
Für Polymerblends werden die Kurzzeichen der Basispolymere durch ein Pluszeichen (ohne Leerstelle) getrennt. Die Hauptkomponente steht dabei an erster Stelle. Beispiel: „PC+ABS“ für das Polymergemisch aus Polycarbonat und Acrylnitril-Butadien-Styrol.

Neben den genormten Kurzzeichen verwenden wir verschiedene klangvolle Handelsnamen, deren Anzahl stets zunimmt. Dies ist leider verwirrend und selbst Fachleute finden sich heute kaum zurecht.
Folgend eine Liste mit den Kurzzeichen einiger gängiger Kunststoffe.

Kurzeichen Kunststoff
 PE-LD Polyethylen niedriger Dichte
 PE-HD Polyethylen hoher Dichte
 PP Polypropylen
 PMP Polymethylpenten
 PS Polystyrol (Polystyren)
 ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol
 SAN Styrol-Acrylnitril
 PTFE Polytetrafluorethylen
 PVDF Polyvinylidenfluorid
 PET Polyethylenterephthalat
 PBT Polybuthylenterephthalat
 PPS Polyphenylensulfid
 PSU Polysulfonq
 PES Polyethersulfon
 PA Polyamid (PA6)
 PEEK Polyetheretherketon
 PC Polycarbonat
 PMMA Polymethylmethacrylat
 POM Polyoxymethylen
 PVC Polyvinylchlorid
 PEI Polyetherimid

Tags: Kunststoff