Warten auf Milch

 

Milchkannen aus Aluminium und Edelstahl - aufgenommen in den Alpen

Metalle gegen Ladendiebe

Wir kennen sie von Produkten aller Art: Die Sicherungsetiketten, die bei unbezahlter Ware am Ladenausgang Alarm auslösen. Keine Chance für Ladendiebe. Kaum jemand weiß allerdings, wie viel High-Tech in diesen kleinen Detektiven steckt. Die meisten Warensicherungssysteme enthalten Streifen aus einem amorphen Metall als Sensorkomponente. Amorphe Metalle sind eine relativ junge Werkstoffgruppe mit speziellen chemischen, physikalischen und mechanischen Eigenschaften.

Styropor - einst Kunstkork genannt

Vor ca. 70 Jahren begann die Geschichte von Styropor, einem heute gut bekannten und geschätzten Werkstoff, der als Wärmedämm- und Verpackungsmaterial gerne und erfolgreich verwendet wird. Wie oft hat bereits jeder von uns ein gekauftes Gerät aus einem solchen weißen Kasten, wie auf dem Foto, ausgepackt! Was ist denn eigentlich Styropor?

Teflon - nicht nur in der Pfanne

Kein Anbrennen und kaum Fett zum Braten nötig! Zwei durchaus brauchbare Eigenschaften einer Bratpfanne, die eine Beschichtung aus Teflon ermöglicht. Hinter diesen klangvollen Namen steckt ein besonderer Kunststoff mit der chemischen Bezeichnung Polytetrafluorethylen PTFE. Eine beschichtete Bratpfanne ist seine wohl bekannteste Anwendung. Der Kunststoff hat viele ungewöhnliche  Eigenschaften.

Nylon - für verschiedene Fälle

Das Material namens „Nylon“ verbinden wir gewöhnlich mit Damenstrümpfen. Nylon ist jedoch der Handelsname einer Sorte von Polyamiden. Und Polyamide sind eine große und wichtige Gruppe von Kunststoffen. Im Jahre 1958 fertigt Artur Fischer aus Nylon Hülsen, die sich durch eingedrehte Schrauben fest in Bohrlöchern verankern. So kam der seit Jahrzehnten weltweit erfolgreichste Dübel auf den Markt. Übrigens hat Nylon bei Damenstrümpfen ebenfalls eine große Kariere gemacht.

Turmalin - nicht nur schön

Der Turmalin zeigt eine der schönsten und umfangreichsten Farbpaletten unter den Edelsteinen. Man nennt ihn oft auch Edelstein des Regenbogens. Auffallend sind seine nadeligen Kristalle.

     
Der Turmalin lässt sich hervorragend verarbeiten. Seine weitere besondere Eigenschaft ist die, dass die Kristallenden, die sich gegenüberliegen, eine entgegengesetzte elektrische Ladung zeigen, welche sich einerseits durch Druck und anderseits durch Temperaturänderung ergibt. Wir sprechen dann von Piezo- bzw. Pyroelektrizität. Piezoelektrische Anwendung findet der Turmalin heute nicht mehr. Seine pyroelektrischen Eigenschaften werden weiterhin genutzt. Die Meisterschale der Fußball-Bundesliga und der DFB-Pokal sind mit wunderschönen Turmalinen besetzt.

Achat - nicht nur für Schmuck

Geschliffene Walzen und Kugeln aus Acht bilden das dargestellte Armband. Solche Formen aus Achat dienten bis 1980 in Afrika nicht nur als Schmuck sondern auch als Zahlungsmittel, das „afrikanisches Geld“ genannt wurde.

    

Achat ist ein bekanntes Mineral und gehört zur Gruppe der Mikrokristallinen Quarze. Er ist ein gestreifter, konzentrisch gebänderter Chalzedon. Die einzelnen Bänder können verschiedenfarbig oder auch einfarbig sein.
Der aus Brasilien importierte Achat und die Entwicklung neuer Farbtechniken ermöglichten die Produktion früher, weltweiter Massenartikel.
Achat – gefördert in Brasilien, bearbeitet (ggf. auch gefärbt) in Idar-Oberstein, gehandelt über Frankreich und England, vermarktet in Afrika – das ist ein gutes Beispiel für erste Globalisierungsabläufe.