Wetterfester Fuchs im tiefen Wald

 

Aufgenommen im Kaunertal, Österreich 

Farben von Titan

Wie viele Farben erkennen Sie auf diesem Foto? Mehrere, nicht wahr? Und dies ist nur eine kleine Auswahl aus der möglichen Farbpalette. Diese Ringe sind aus Titan hergestellt und farbig anodisiert. Bunte Oberflächen ist eine der besonderen Eigenschaften des modernen Leichtmetalls.

Titan kann zu verschiedenen praktischen, oder auch dekorativen, Zwecken farbanodisiert werden. Dadurch erhält es eine unverwechselbare Farbe, die neben dem schönen Aussehen es leicht macht, verschiedene Bauteile zu unterscheiden.
Das Anodisieren ist ein elektrochemisches Verfahren, mit dem die Oxidschicht auf passiven Metallen verändert werden kann. Meistens will man eine dickere Schicht, um dadurch einen besseren Korrosionsschutz zu erhalten. Es sind aber auch andere Oberflächeneigenschaften wie die Porosität oder die chemische Zusammensetzung beinahe beliebig einstellbar. Dabei haben Parameter wie die Stromdichte und Verwendung verschiedener Lösungen, um nur die zwei zu nennen, einen großen Einfluss auf diese Eigenschaften.
Das Anodisieren ist in vielen Bereichen, beispielsweise in der Aluminiumindustrie, zu einem etablierten Verfahren geworden. Die immer größer werdende Nachfrage nach Titan und Titanlegierungen hat zur Folge, dass auch für diese Werkstoffe anodische Oberflächenbehandlungen entwickelt und ständig verbessert werden.
Mithilfe des Anodisierens werden Oberflächen von Bauteilen und Instrumenten unter anderem von Implantate in der Medizintechnik, von Schrauben, Platten, und Geräteteilen veredelt. Auch im dekorativen Bereich werden Uhren, Ohrringe und Armbänder sowie in der Luft- und Raumfahrt Gehäuse- und Strukturteile zur Einstellung der thermooptischen Eigenschaften anodisiert.
Titan überzieht sich an der Luft mit einer natürlichen Oxidschicht, die das Metall beständig gegen Korrosion schützt. Beim Anodisieren wird diese Schicht im ersten Schritt durch eine spezielle Beizvorbehandlung sorgfältig und vollständig entfernt. Anschließend wird sie nach einem Spülschritt gezielt wieder neu aufgebaut. Dazu wird der Werkstoff in einem speziellen Färbeelektrolyt in einem Gleichstromkreis anodisch geschaltet. Die Prozesse und Parameter müssen immer genau eingehalten werden.
Dabei wird die Oxidschicht des Titans verändert. Da unser Farbempfinden auf der optischen Struktur der Oberfläche beruht, verändert man sie gezielt so, dass Teile des Farbspektrums weggefiltert werden und damit eine Farbe entsteht. Damit erhält man eine enorme Farbvielfalt in reproduzierbarer Qualität. Die Farbgebung beruht auf der entstandenen sehr dünnen Oxidschicht auf der Metalloberfläche. Je nach Schichtdicke entstehen durch Doppelreflexion und Interferenzen des Lichtes die verschiedenen Farben, ähnlich wie bei einem dünnen Ölfilm auf Wasser. Das Farbspektrum reicht von Braun, Blau, Gelb, Violett, Grün und weiter Farben, wie sie gewünscht werden.
Das Anodisieren von Titan kann sowohl in saurer als auch in alkalischer Lösung und bei verschiedenen Stromspannungen durchgeführt werden. So kann die Dicke der Oxidschicht von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern eingestellt werden und eine andere Farbe erzeugt werden. Die Oxidschicht ist ganz fest mit dem Grundwerkstoff verbunden, dazu auch flexibel und duktil. Dazu verbessert sie die Korrosionsbeständigkeit und die tribologischen Eigenschaften des Bauteils.
Die anodisierte Titanoberfläche - eine wunderbare Kombination aus praktischer Nutzung und zeitloser Schönheit. Unter unserem Link Titan können Sie mehr Informationen über das Metall finden.<<

Pyrit - das eiserne Mineral

Der abgebildete Würfel besteht aus Pyrit d. h. aus Eisensulfid und wurde in Nordspanien gefunden. Nur dort in Navajun kommen solche schönen und glänzenden Kristalle vor.

         
Die meisten Pyrite von Navajun haben Würfelgestalt. Größe und Perfektion dieser Würfel sind weltweit einmalig. Pyrit ist ein sehr häufiges Mineral, jedoch eher selten so schön. Pyrit hat ein kubisches Kristallgitter und ist mit 6,5 Mohs-Härte ziemlich hart. Dabei ist er spröde und schlägt sich schnell an den Kanten ab. Dies ist gut in der Abbildung erkennbar. Sprödigkeit hätten wir vielleicht bei einem eisenhaltigen Material nicht erwartet. Es ist jedoch ein sulfidisches Mineral und wird nicht als Eisenerz verwendet, sondern als Quelle von Schwefel.

Achat - nicht nur für Schmuck

Geschliffene Walzen und Kugeln aus Acht bilden das dargestellte Armband. Solche Formen aus Achat dienten bis 1980 in Afrika nicht nur als Schmuck sondern auch als Zahlungsmittel, das „afrikanisches Geld“ genannt wurde.

    

Achat ist ein bekanntes Mineral und gehört zur Gruppe der Mikrokristallinen Quarze. Er ist ein gestreifter, konzentrisch gebänderter Chalzedon. Die einzelnen Bänder können verschiedenfarbig oder auch einfarbig sein.
Der aus Brasilien importierte Achat und die Entwicklung neuer Farbtechniken ermöglichten die Produktion früher, weltweiter Massenartikel.
Achat – gefördert in Brasilien, bearbeitet (ggf. auch gefärbt) in Idar-Oberstein, gehandelt über Frankreich und England, vermarktet in Afrika – das ist ein gutes Beispiel für erste Globalisierungsabläufe.