Metalle und Edelsteine im Inneren einer Uhr

 

 Aufgenommen unter einem Stereomikroskop bei 6facher Vergrößerung

Kupfer - gut auch in der Küche

Töpfe und Pfannen aus Kupfer haben wir schon immer hergestellt. Leider wurden sie in letzter Zeit vernachlässigt. Derzeit erleben sie jedoch wieder ein Comeback. Und das aus einem ganz einfachen und guten Grund: Die hohe Wärmeleitfähigkeit von Kupfer sorgt für ein sehr schnelles Erhitzen von Speisen und eine perfekte Verteilung der Hitze. Und in Zeiten steigender Energiepreise ist das schnelle Erhitzen beim Kochen ein ganz wichtiger Vorteil.

Kupfertöpfe und -pfannen können problemlos bei einem Elektro- oder Gasherd eingesetzt werden. Für Induktionsherden sind sie jedoch nicht so gut geeignet, weil hierbei magnetische Eigenschaften des Kochgeschirrs sehr wichtig sind. Induktionskochplatten erzeugen ein oszillierendes Magnetfeld. Wenn ein Kochtopf magnetisierbar ist, dann entsteht ein Drittel der Heizleistung durch die Wärme bei der Umpolung vom Magnetfeld des Topfmaterials. Bei einem nichtmagnetischen Material ist die Wärmeleistung nicht besonders groß. Kupfer ist aber ein nichtmagnetisches Metall. Deswegen muss der Boden eines Kupfertopfs oder einer Kupferpfanne teilweise (min 10%) aus einem magnetischen Material bestehen. Am brauchbarsten dafür ist Stahl. Erst damit können ein genügend großes magnetisches Feld und damit eine richtige Hitze erzeugt werden.
Auf dem freien Markt wird unter dem Begriff "Kupfergeschirr" Diverses verkauft. Achten Sie darauf, dass Ihr „Kupfertopf“ kein Aluminiumtopf bzw. Edelstahltopf mit einer hauchdünnen Ummantelung aus Kupfer ist, die lediglich einen ästhetischen Zweck erfüllt aber keine gute Wärmeleitfähigkeit gewährleistet.
Eine weitere wichtige Frage bei Kupfertöpfen bezieht sich auf deren gesundheitliche Wirkung. Kupfer ist für Mikroorganismen wie Keime und Bakterien toxisch, denn sie können auf Kupfer nicht überleben. Dadurch gelten Kupfer und Kupferlegierungen als besonders hygienisch und werden beispielsweise für Wasserleitungen oder Türklinken in Krankenhäusern verwendet (dazu Messing). Und welche ist die Wirkung bei Menschen?
Wie bei so vielen Substanzen, die wir einerseits benötigen und die andererseits in hohen Dosen giftig sein können, ist auch beim Kupfergeschirr die Dosis das Problem. Zu viel Kupfer ist tatsächlich schädlich für die Gesundheit. Daher werden viele Kupfertöpfe und -pfannen vorsichtshalber von der Innenseite her beschichtet (Abb. 1).

               Abb.1 Verzinnte Kupferpfanne

Die traditionelle Beschichtung des Kupfertopfes ist die Verzinnung. Damit wird der direkte Kontakt der Lebensmittel mit dem Kupfer verhindert und erlaubt das Abkühlen von gekochten Speisen in einem Kupfertopf. Allerdings verfärbt sich die Zinnschicht bei der Benutzung mit der Zeit – es wird mehr oder weniger grau. Der Grund dafür ist, dass die Verteilung der verschiedenen Lebensmittel unregelmäßig über die gesamte Topffläche erfolgt. Diese Verfärbung ist normal und gesundheitlich völlig unbedenklich. Versuchen Sie aber nicht, diese Flecken auf dem Kupfergeschirr mit einem Kratzschwamm zu entfernen, damit würden Sie die Zinnschicht zerstören. Man soll beachten, dass der Schmelzpunkt von Zinn bei etwa 230°C liegt. Also bei großer Hitze kann sich die Verzinnung auflösen. Deswegen sollte man Kupferpfannen nie zu heiß werden lassen, beispielsweise sie niemals leer auf einem Herd erhitzen. Bei unbeschichteten Kupfertöpfen, die gerne für das Einkochen von Marmelade benutzt werden, entstehen keine hochgradig gesundheitlichen Risiken nur dann, wenn die Töpfe immer gründlich gereinigt werden. Das hängt mit der möglichen Grünspanbildung zusammen. Das ist ein ganz natürlicher Korrosionsvorgang und hat nichts mit der Qualität der Töpfe zu tun. Allerdings kann dieser Grünspan zu gesundheitlichen Problemen führen.
Übrigens: Die abgebildete Kupfer-Pfanne wurde in Portugal gekauft und wird dort "Cataplana" genannt. Und noch etwas: Es gibt ein Buch mit dem Titel „Kochen in Kupfer“, das beim Verlag Ars Vivendi erschienen ist. Dort wird nicht nur der Vorteil von Kupfergeschirr beim Kochen erörtert. Ebenso beinhaltet das Buch mehrere Kochrezepte.<<

Baryt, auch Schwerspat genannt

Diese weißrötlichen hahnenkammartigen Kristalle bestehen aus Baryt.

     
Seine beiden Namen verdankt das verbreitete Mineral seiner hohen Dichte von etwa 4,5 g/cm³, die auch sein Erkennungsmerkmal ist. Dazu verrät der deutsche Name, dass es sich gut spalten lässt.
Baryt ist ein Industriemineral und wird hauptsächlich für die Beschwerung der Spülung bei Erdöl-Bohrungen benötigt. Aber auch als Baustoff für Kernreaktoren in Form von Barytbeton oder für Keramik und Glas sowie als Füllmaterial bei Kunststoffen und Papier findet es Anwendung.
Chemisch gesehen ist Baryt ein Sulfat von Barium, dem 14.-häufigsten Element in der Erdkruste. Voraussetzung für die Baryt-Bildung ist es allerdings, dass Barium aus den Primärmineralen freigesetzt wird und dann mit Sulfat führenden Wassern unter oxidierenden Bedingungen zusammentrifft.

Murano-Glas wie ein Gemälde

Das Bild zeigt jedoch kein Gemälde sondern das Innere eines Murano-Glases.

       
Schöne Farben, glitzernde Partikel – das sind einige Merkmale der berühmten Glassorte. Sie gehört zu den exklusivsten Erzeugnissen des Kunsthandwerks. Das Murano-Glas kommt, wie sein Name schon zeigt, von der Insel Murano unweit von Venedig entfernt. Die Konzentration der Herstellung auf Murano ermöglichte die stetige Verfeinerung der Rezepturen und Techniken. Zur Herstellung von Glas verwendet man Quarzsand, Kalk, Soda, Pottasche, Feldspat und Tonerde. Dazu kommen farbgebende Metalloxide und auch Silber oder Gold. Sämtliche Inhaltsstoffe müssen präzise komponiert werden, um optimale Schmelzeigenschaften und die besondere Farbgebung zu erzielen. Seine faszinierende Geschichte und Herstellung machen Murano-Glas seit Jahrhunderten zur Legende.