Wetterfester Fuchs im tiefen Wald

 

Aufgenommen im Kaunertal, Österreich 

Nylon - für verschiedene Fälle

Das Material namens „Nylon“ verbinden wir gewöhnlich mit Damenstrümpfen. Nylon ist jedoch der Handelsname einer Sorte von Polyamiden. Und Polyamide sind eine große und wichtige Gruppe von Kunststoffen. Im Jahre 1958 fertigt Artur Fischer aus Nylon Hülsen, die sich durch eingedrehte Schrauben fest in Bohrlöchern verankern. So kam der seit Jahrzehnten weltweit erfolgreichste Dübel auf den Markt. Übrigens hat Nylon bei Damenstrümpfen ebenfalls eine große Kariere gemacht.

Kommen wir aber zurück zur Technik. Ein Dübel ist ein in der Verbindungstechnik gebrauchtes Bauteil. Er wird bei festen und harten Materialien angewendet, in die sich eine Schraube nicht unmittelbar eindrehen lässt. Mit einem Dübel verbindet man heute vor allem den Namen des Erfinders Artur Fischer, der 1958 den ersten Spreizdübel aus Polyamid auf den Markt brachte. Den Kunststoff Polyamid wählte er, weil dieses Material trotz seiner Elastizität eine hohe Festigkeit aufweist und sehr beständig gegen Chemikalien ist.
Die ersten Kunststoff-Spreizdübel aus Nylon wurden jedoch von Thorsman in den USA gefertigt und 1957 patentiert. Der Sohn von Thorsman hält den Fischer-Dübel für ein Plagiat des Thorsman-Dübels. Einer gerichtlichen Entscheidung nach sei die Erfindung seines Vaters die ursprüngliche gewesen. Fischers Patentschrift beansprucht allerdings nicht die Erfindung des Kunststoff-Spreizdübels an sich, sondern bezieht sich auf eine Form, die sowohl eine Spreizung des Dübels in weichem Material (sogenannter Formschluss) als auch eine Verformung des Dübels ohne Spreizung in hartem Material (sogenannter Kraftschluss) erlaubt. Damit können Schrauben mit denselben Dimensionen wie bei weichem Material ungehindert in hartes Material eingeschraubt werden.
Wie bereits erwähnt, wird der am häufigsten gebrauchte Dübel aus dem thermoplastischen Kunststoff Polyamid hergestellt. Er wird zusammen mit standardisierten Schrauben verwendet. Sein Innendurchmesser ist kleiner als der Durchmesser der Schraube. Dies hat zur Folge, dass die in den Dübel eingedrehte Schraube den Dübel radial verformt. Um die Verformung zu erleichtern, ist der Dübel teilweise längs geschlitzt. Schraubendurchmesser und -länge beeinflussen die Funktion.
Kunststoffdübel sind die ideale und wirtschaftliche Befestigung für leichte und mittelschwere Lasten. Gefertigt aus hochwertigem meist graufarbenem Nylon, sind Fischer-Dübel bei der Montage besonders robust und garantieren dauerhafte Sicherheit.
Auf dem Markt findet sich ein breites Sortiment von Dübeln für die optimale Befestigung in verschiedenen Materialien, auch in Beton und anderen Baustoffen. Für besondere Anwendungen werden beispielsweise Kunststoffdübel für Schrauben mit metrischem Gewinde oder Dübel zur Befestigung von Balkonbekleidungen oder Treppenstufen angeboten. Dübel aus Nylon sind einfach aus dem Leben nicht mehr weg zu denken. Sowie auch die Nylon-Strümpfe. Informationen über Polyamide können Sie unter unserem Link Polyamide finden<<

Pyrit - das eiserne Mineral

Der abgebildete Würfel besteht aus Pyrit d. h. aus Eisensulfid und wurde in Nordspanien gefunden. Nur dort in Navajun kommen solche schönen und glänzenden Kristalle vor.

         
Die meisten Pyrite von Navajun haben Würfelgestalt. Größe und Perfektion dieser Würfel sind weltweit einmalig. Pyrit ist ein sehr häufiges Mineral, jedoch eher selten so schön. Pyrit hat ein kubisches Kristallgitter und ist mit 6,5 Mohs-Härte ziemlich hart. Dabei ist er spröde und schlägt sich schnell an den Kanten ab. Dies ist gut in der Abbildung erkennbar. Sprödigkeit hätten wir vielleicht bei einem eisenhaltigen Material nicht erwartet. Es ist jedoch ein sulfidisches Mineral und wird nicht als Eisenerz verwendet, sondern als Quelle von Schwefel.

Achat - nicht nur für Schmuck

Geschliffene Walzen und Kugeln aus Acht bilden das dargestellte Armband. Solche Formen aus Achat dienten bis 1980 in Afrika nicht nur als Schmuck sondern auch als Zahlungsmittel, das „afrikanisches Geld“ genannt wurde.

    

Achat ist ein bekanntes Mineral und gehört zur Gruppe der Mikrokristallinen Quarze. Er ist ein gestreifter, konzentrisch gebänderter Chalzedon. Die einzelnen Bänder können verschiedenfarbig oder auch einfarbig sein.
Der aus Brasilien importierte Achat und die Entwicklung neuer Farbtechniken ermöglichten die Produktion früher, weltweiter Massenartikel.
Achat – gefördert in Brasilien, bearbeitet (ggf. auch gefärbt) in Idar-Oberstein, gehandelt über Frankreich und England, vermarktet in Afrika – das ist ein gutes Beispiel für erste Globalisierungsabläufe.